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2:1 et erit numerus filiorum Israhel quasi harena maris quae sine mensura est et non numerabitur et erit in loco ubi dicetur eis non populus meus vos dicetur eis filii Dei viventis
2:1 (Dereinst) jedoch wird die Zahl der Kinder Israel dem Sand am Meer gleichen, der sich nicht messen und nicht zählen läßt; und es wird geschehen: statt daß man jetzt zu ihnen sagt: »Ihr seid ›Nicht-mein-Volk‹«, werden sie »Söhne des lebendigen Gottes« genannt werden.
2:2 et congregabuntur filii Iuda et filii Israhel pariter et ponent sibimet caput unum et ascendent de terra quia magnus dies Hiezrahel
2:2 Dann werden die Kinder Juda und die Kinder Israel sich zusammentun und über sich ein Oberhaupt setzen und aus dem Lande hinaufziehen; denn groß ist der Tag von Jesreel.
2:3 dicite fratribus vestris Populus meus et sorori vestrae Misericordiam consecuta
2:3 Sagt zu eurem Bruder: »Mein Volk« und zu eurer Schwester »Gnadenreiche«!
2:4 iudicate matrem vestram iudicate quoniam ipsa non uxor mea et ego non vir eius auferat fornicationes suas a facie sua et adulteria sua de medio uberum suorum
2:4 »Stellt eure Mutter zur Rede, ja, zur Rede – sie ist ja nicht mehr mein Weib, und ich bin nicht ihr Mann –, daß sie die (Zeichen ihrer) Buhlerei aus ihrem Gesicht und die (Zeichen ihrer) Ehebrecherei von ihrem Busen wegschaffe!
2:5 ne forte expoliem eam nudam et statuam eam secundum diem nativitatis suae et ponam eam quasi solitudinem et statuam eam velut terram inviam et interficiam eam siti
2:5 Sonst werde ich sie nackt ausziehen und sie so hinstellen, wie sie am Tage ihrer Geburt war, mache sie der Wüste gleich, lasse sie werden wie Ödland und lasse sie vor Durst sterben.
2:6 et filiorum illius non miserebor quoniam filii fornicationum sunt
2:6 Auch ihren Kindern will ich keine Liebe mehr erweisen, weil sie Kinder einer Dirne sind;
2:7 quia fornicata est mater eorum confusa est quae concepit eos quia dixit vadam post amatores meos qui dant panes mihi et aquas meas lanam meam et linum meum oleum meum et potum meum
2:7 denn ihre Mutter hat Ehebruch begangen, ihre Erzeugerin sich mit Schande bedeckt; sie hat ja doch gesagt: ›Ich will meinen Liebhabern nachgehen, die mir mein Brot und mein Wasser, meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und meine Getränke geben!‹
2:8 propter hoc ecce ego sepiam viam tuam spinis et sepiam eam maceria et semitas suas non inveniet
2:8 Darum will ich ihr nunmehr den Weg mit Dornen verzäunen und eine Mauer vor ihr aufführen, daß sie ihre Pfade nicht mehr finden soll.
2:9 et sequetur amatores suos et non adprehendet eos et quaeret eos et non inveniet et dicet vadam et revertar ad virum meum priorem quia bene mihi erat tunc magis quam nunc
2:9 Wenn sie dann ihren Buhlen nachläuft, ohne sie zu erreichen, und wenn sie nach ihnen sucht, ohne sie zu finden, so wird sie sagen: ›Ich will mich (lieber) aufmachen und zu meinem ersten Manne zurückkehren; denn damals ging es mir besser als jetzt.‹
2:10 et haec nescivit quia ego dedi ei frumentum et vinum et oleum et argentum multiplicavi ei et aurum quae fecerunt Baal
2:10 Sie ist sich (aber) nicht bewußt geworden, daß ich es bin, der ihr das Getreide, den Wein und das Öl gegeben und ihr das viele Silber und Gold geschenkt hat, das sie für den Baalsdienst verwandt haben.
2:11 idcirco convertar et sumam frumentum meum in tempore suo et vinum meum in tempore suo et liberabo lanam meam et linum meum quae operiebant ignominiam eius
2:11 Darum will ich mein Getreide zu seiner Zeit und meinen Wein zur bestimmten Stunde zurückhalten und will ihr meine Wolle und meinen Flachs entziehen, die ihr zur Bekleidung dienen sollten.
2:12 et nunc revelabo stultitiam eius in oculis amatorum eius et vir non eruet eam de manu mea
2:12 Vielmehr will ich nunmehr ihre Blöße vor den Augen ihrer Buhlen aufdecken – niemand soll sie meiner Hand entreißen! –,
2:13 et cessare faciam omne gaudium eius sollemnitatem eius neomeniam eius sabbatum eius et omnia festa tempora eius
2:13 und ich will all ihrer Lust ein Ende machen, ihren Festen und Neumonden, ihren Sabbaten und all ihren Feiertagen,
2:14 et corrumpam vineam eius et ficum eius de quibus dixit mercedes hae meae sunt quas dederunt mihi amatores mei et ponam eam in saltu et comedet illam bestia agri
2:14 und will ihre Weinstöcke und ihre Feigenbäume verwüsten, von denen sie gesagt hat: ›Diese sind mein Buhllohn, den meine Liebhaber mir gegeben haben.‹ Ich will sie in eine Wildnis verwandeln, daß die Tiere des Feldes sie abfressen.
2:15 et visitabo super eam dies Baalim quibus accendebat incensum et ornabatur inaure sua et monili suo et ibat post amatores suos et mei obliviscebatur dicit Dominus
2:15 So will ich das Strafgericht für die Festtage der Baalgötzen an ihr vollziehen, an denen sie ihnen Rauchopfer dargebracht und sich mit ihren Ringen und Geschmeiden geschmückt hat und ihren Buhlen nachgelaufen ist, während sie mich vergaß!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
2:16 propter hoc ecce ego lactabo eam et ducam eam in solitudinem et loquar ad cor eius
2:16 »Darum wisse wohl: ich will sie locken und sie in die Wüste führen und ihr dort zu Herzen reden
2:17 et dabo ei vinitores eius ex eodem loco et vallem Achor ad aperiendam spem et canet ibi iuxta dies iuventutis suae et iuxta dies ascensionis suae de terra Aegypti
2:17 und will ihr von dort aus ihre Weinberge wieder zuweisen und das Tal Achor zur Pforte der Hoffnung machen. Dann wird sie dort willfährig werden wie in den Tagen ihrer Jugend, wie zu der Zeit, als sie aus dem Lande Ägypten heraufzog.
2:18 et erit in die illo ait Dominus vocabit me Vir meus et non vocabit me ultra Baali
2:18 Alsdann, an jenem Tage« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »wirst du mich ›mein Mann‹ nennen und mich nicht mehr ›mein Baal‹ nennen;
2:19 et auferam nomina Baalim de ore eius et non recordabitur ultra nominis eorum
2:19 und ich will die Namen der Baalgötzen aus ihrem Munde verschwinden lassen, so daß sie fortan mit ihren Namen nicht mehr angerufen werden.
2:20 et percutiam eis foedus in die illa cum bestia agri et cum volucre caeli et cum reptili terrae et arcum et gladium et bellum conteram de terra et dormire eos faciam fiducialiter
2:20 Ich will auch an jenem Tage einen Bund zu ihren Gunsten mit den Tieren des Feldes, mit den Vögeln des Himmels und mit dem Gewürm des Erdbodens schließen, will Bogen, Schwerter und alles Kriegsgerät zerbrechen und aus dem Lande wegschaffen und sie in Sicherheit sich niederlegen lassen.
2:21 et sponsabo te mihi in sempiternum et sponsabo te mihi in iustitia et iudicio et in misericordia et miserationibus
2:21 Und ich will dich mir verloben auf ewig, ja, ich will dich mir verloben auf Grund von Gerechtigkeit und Recht, in Liebe und Erbarmen,
2:22 et sponsabo te mihi in fide et scies quia ego Dominus
2:22 und will dich mir verloben in Treue, und du sollst mich, den HERRN, erkennen lernen.
2:23 et erit in illa die exaudiam dicit Dominus exaudiam caelos et illi exaudient terram
2:23 Und dann, an jenem Tage, da werde ich willfährig sein« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »da werde ich dem Himmel zu Willen sein, und dieser wird der Erde zu Willen sein,
2:24 et terra exaudiet triticum et vinum et oleum et haec exaudient Hiezrahel
2:24 und die Erde wird dem Getreide, dem Most und dem Öl zu Willen sein, und diese werden Jesreel zu Willen sein.
2:25 et dicam non populo meo populus meus tu et ipse dicet Dominus meus es tu
2:25 Und ich will sie mir im Lande fest einpflanzen und der ›Ungeliebten‹ Liebe erweisen und will zum ›Nicht-mein-Volk‹ sagen: ›Mein Volk bist du!‹, und dieses wird rufen: ›Mein Gott (bist du)!‹«