Prayers API Saints API Bible API llms.txt Sitemaps Admin
Amos

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

8:1 haec ostendit mihi Dominus Deus et ecce uncinus pomorum

8:1 Folgendes (Gesicht) hat Gott der HERR mich schauen lassen: Ich sah einen Korb mit reifem Obst dastehen.

8:2 et dixit quid tu vides Amos et dixi uncinum pomorum et dixit Dominus ad me venit finis super populum meum Israhel non adiciam ultra ut pertranseam eum

8:2 Da fragte er mich: »Was siehst du, Amos?« Ich antwortete: »Einen Korb mit reifem Obst.« Da sagte der HERR zu mir: »Gekommen ist das Ende für mein Volk Israel: ich will fortan nicht mehr schonend an ihm vorübergehen.

8:3 et stridebunt cardines templi in die illa dicit Dominus Deus multi morientur in omni loco proicietur silentium

8:3 Heulen werden die Lieder in den Palästen an jenem Tage« – so lautet der Ausspruch des HERRN –; »Leichen in Menge: an allen Orten wirft man sie hin! Still!«

8:4 audite hoc qui conteritis pauperem et deficere facitis egenos terrae

8:4 Höret dies, die ihr den Dürftigen gierig nachstellt und auf die Vernichtung der Notleidenden im Lande ausgeht!

8:5 dicentes quando transibit mensis et venundabimus merces et sabbatum et aperiemus frumentum ut inminuamus mensuram et augeamus siclum et subponamus stateras dolosas

8:5 Die ihr sagt: »Wann ist der Neumond vorüber, damit wir wieder Getreide verhandeln? Und wann der Sabbat, damit wir die Kornspeicher wieder auftun können, (nämlich) um das Getreidemaß zu verkleinern und den Geldpreis zu erhöhen und die Waage betrügerisch zu fälschen,

8:6 ut possideamus in argento egenos et pauperes pro calciamentis et quisquilias frumenti vendamus

8:6 um die Armen für Geld und die Dürftigen für ein Paar Schuhe (als Sklaven) zu kaufen und auch den Abfall des Getreides zu verhandeln?«

8:7 iuravit Dominus in superbia Iacob si oblitus fuero usque ad finem omnia opera eorum

8:7 Geschworen hat der HERR bei dem, auf welchen Jakob stolz ist: »Niemals will ich all ihr Tun vergessen!«

8:8 numquid super isto non commovebitur terra et lugebit omnis habitator eius et ascendet quasi fluvius universus et eicietur et defluet quasi rivus Aegypti

8:8 Müßte nicht um solcher Dinge willen die Erde erbeben und alle ihre Bewohner in Trauer geraten, so daß sie überall sich emporhöbe wie der Nil und aufwogte und sich wieder senkte wie der Strom Ägyptens?

8:9 et erit in die illa dicit Dominus occidet sol meridie et tenebrescere faciam terram in die luminis

8:9 »Und geschehen wird es an jenem Tage« – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, »da lasse ich die Sonne schon am Mittag untergehen und werde Finsternis über die Erde kommen lassen am lichten Tage.

8:10 et convertam festivitates vestras in luctum et omnia cantica vestra in planctum et inducam super omne dorsum vestrum saccum et super omne caput calvitium et ponam eam quasi luctum unigeniti et novissima eius quasi diem amarum

8:10 Und ich werde eure Feste in Trauer verwandeln und alle eure Lieder in Totenklage; da werde ich an alle Hüften das Trauergewand bringen und auf jedes Haupt die Glatze, und ich werde es dabei hergehen lassen wie bei der Trauer um den einzigen Sohn und will das Ende davon zu einem bitteren Unheilstage machen!

8:11 ecce dies veniunt dicit Dominus et mittam famem in terram non famem panis neque sitim aquae sed audiendi verbum Domini

8:11 Wisset wohl: es werden Tage kommen« – so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN –, »da will ich einen Hunger (und Durst) ins Land senden (daß alle seine Bewohner vergehen), doch nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern danach, die Worte des HERRN zu hören.

8:12 et commovebuntur a mari usque ad mare et ab aquilone usque ad orientem circumibunt quaerentes verbum Domini et non invenient

8:12 Da werden sie von einem Meer zum andern wanken und vom Norden nach dem Osten schweifen, um das Wort des HERRN zu suchen, werden es aber nicht finden.

8:13 in die illa deficient virgines pulchrae et adulescentes in siti

8:13 An jenem Tage werden die schönen Jungfrauen und die jungen Männer vor Durst ohnmächtig hinsinken,

8:14 qui iurant in delicto Samariae et dicunt vivit deus tuus Dan et vivit via Bersabee et cadent et non resurgent ultra

8:14 sie, die jetzt bei der Schuld Samarias schwören mit den Worten: ›So wahr dein Gott lebt, Dan!‹ und ›So wahr dein Schutzgott lebt, Beerseba!‹ Sie sollen fallen und nicht wieder aufstehen.«